Gemeinsam eine Auszeit vom Krieg ermöglichen

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Wenn Engagement Hoffnung schafft

Zwischen Kanufahrt, Zirkus und neuen Freundschaften

Die Sommerferien stehen für die meisten Kinder für Sonnenschein, Ausflüge und unbeschwerte Tage mit Freunden. Für viele Kinder in der Ukraine gehört dagegen seit Jahren eine andere Realität zum Alltag: Krieg, Luftalarm, Unsicherheit und Angst. Umso wichtiger sind Orte, an denen sie für eine Zeit einfach wieder Kind sein können.

Bereits zum vierten Mal organisierte der Betriebsrat des Siemens Schaltanlagenwerks Leipzig gemeinsam mit engagierten Siemens Kolleginnen und Kollegen sowie dem Verein Eine Welt e.V. Leipzig eine besondere Ferienfreizeit für ukrainische Kinder.

Unterstützt durch Siemens Caring Hands e.V. konnten in diesem Jahr 30 Kinder aus Luzk für zwei Wochen nach Sachsen reisen. Denn Katastrophenhilfe umfasst nicht nur die unmittelbare Versorgung mit Lebensmitteln, Unterkünften oder medizinischer Hilfe. Sie bedeutet auch, Menschen dabei zu unterstützen, neue Kraft zu schöpfen. Gerade für Kinder können Sicherheit, Gemeinschaft und unbeschwerte Erlebnisse ein wichtiger Beitrag sein, um die Folgen von Krieg und Krisen besser bewältigen zu können. So standen in den zwei Wochen nicht die Nachrichten des Krieges im Mittelpunkt, sondern eine sichere Umgebung, Spiel, Spaß und neue Freundschaften.

 

© Walentin Scherzer

 

Zwei Wochen voller Erlebnisse

Für die Kinder warteten in Sachsen zwei abwechslungsreiche Wochen voller neuer Begegnungen. Ob beim Kanufahren, im Leipziger Zoo oder beim Baden im Seebad Schildau: Die Kinder sammelten zahlreiche neue Eindrücke und gemeinsame Erinnerungen. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch im Siemens Werk Leipzig. Dort konnten die Kinder nicht nur einen Blick hinter die Kulissen werfen, sondern selbst aktiv werden. Unter Anleitung von Siemens Kolleginnen und Kollegen bauten sie einfache Elektroschaltungen und konnten ihre selbst gebauten Anlagen zum Leuchten bringen. Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie Technik neugierig machen und Menschen verbinden kann. Groß war auch die Vorfreude auf den Ausflug nach Berlin, die dortigen Siemens Kolleginnen und Kollegen organisierten einen Ausflug mit Reichstagsbesuch und Stadtrundfahrt. Ein besonderes Erlebnis wartete zudem am Ende der Freizeit: Im Rahmen eines Zirkusworkshops hatten die Kinder kleine Darbietungen einstudiert. Mit viel Begeisterung wurde geübt, gelacht und ausprobiert. Beim großen Abschlussfest präsentierten sie vor rund 60 Gästen ihr Können. Von Akrobatik bis hin zu Zaubertricks zeigten die jungen Künstlerinnen und Künstler voller Stolz, was sie gelernt hatten. Die Aufführung bildete einen bewegenden Abschluss und zeigte, wie viel Neugierde, Mut, und Selbstbewusstsein in den zwei Wochen gewachsen waren.

 

© Walentin Scherzer

 

Viele Hände machen den Unterschied

Die Ferienfreizeit zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Denn hinter jeder Aktivität, jedem Ausflug und jedem gemeinsamen Essen standen Menschen, die ihre Zeit, ihre Energie und ihr Engagement eingebracht haben. Da Siemens Caring Hands e.V. aus dem Engagement von Siemens Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern heraus gegründet wurde, ist es umso schöner, dieses von so vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragene Projekt unterstützen zu können, dass Solidarität, Mitmenschlichkeit und praktische Hilfe auf besondere Weise verbindet. Jahr für Jahr engagieren sich Siemens Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Volunteers bei der Organisation und Durchführung des Ferienlagers. Sie begleiten Ausflüge, unterstützen bei der Betreuung, übersetzen, koordinieren und helfen dort, wo Unterstützung benötigt wird. Gemeinsam haben sie den Kindern nicht nur ein abwechslungsreiches Ferienprogramm ermöglicht, sondern vor allem einen Ort geschaffen, an dem sie für zwei Wochen Sicherheit, Gemeinschaft und Unbeschwertheit erleben konnten.

 

© Walentin Scherzer

 

Wir bedankten uns herzlich bei allen Beteiligten, dem Betriebsrat, den zahlreichen Siemens Kolleginnen und Kollegen, Eine Welt e.V., der Stadt Leipzig, der IG Metall und den vielen weitern Unterstützern.  Ihr Engagement zeigt einmal mehr, wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen zusammenstehen. Gemeinsam haben sie den kriegsbetroffenen Kindern nicht nur zwei Wochen Auszeit geschenkt, sondern Resilienz, Selbstvertrauen, soziale Beziehungen und Zukunftshoffnung gestärkt – Kompetenzen, die weit über den Aufenthalt hinauswirken

­­Möchten sie weitere Initiativen wie diese unterstützen? Spenden Sie hier Siemens Caring Hands e.V. mit dem Stichwort des gewünschten Ziellandes. 

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